
Neun Audio-Stationen, die das Publikum auf unterhaltsame Weise durch die lange Geschichte der Farnsburg führen.
Im Auftrag von Archäologie Baselland durfte ich erneut recherchieren, texten und Regie führen. Zu erleben ist das grauenvolle Schicksal einer leibeigenen Familie (1426), die Belagerung durch die Eidgenossen mit deftigen Flüchen schwerem Geschütz (1444), ein gefährlicher Abstieg in den Schacht des Sodbrunnens (1787) und vieles mehr… Es sind semifiktionale Geschichten, das heisst: aufwendige Recherchen in Archiven und Bibliotheken, mehrfache Begehungen vor Ort mit den Fachleuten, dazu ein Quentchen Fantasie, um die Leerstellen zu füllen und eine Geschichte unter dem Motto “Ziemlich genau so hätte es gewesen sein können” zu erzählen…
Eine reiche Geschichte lebendig erzählt
Die Schauspielerin Ruth Oswalt leiht den Stücken als Erzählerin ihre Stimme. Ausgeschmückt werden ihre Ausführungen mit Stimmbeiträge von elf weiteren Darstellerinnen und Darstellern in unterschiedlichen regionalen Färbungen – vom Oberbaselbieter bis hin zum schwäbischen Dialekt. Der Tontechniker Joel Hostettler, Kybernetik.Lab, Münchenstein, hat jedes einzelne Hörspiel in ein stimmungsvolles Sounddesign eingebettet Der Illustrator Joe Rohrer, Luzern, sorgte für die detailreichen, lebensnahen Illustrationen.

Vermittlungsarbeit im Dienst der Gesellschaft
Der aufwändige Erhalt einer Ruine wie der Farnsburg ist nur sinnvoll, wenn die breite Bevölkerung deren Sinn und Zweck versteht. Dafür braucht es eine lebendige, vielfältige und niederschwellige Vermittlung der Geschichte – und zwar möglichst an der Stätte des damaligen Geschehens. Zum Gesamtkonzept der Sanierung der Ruine Farnsburg (2019–2023) gehört ein umfassendes Vermittlungsangebot mit grossen Text- und Bildtafeln im Zugangsbereich, eine digitale 3D-Rekonstruktion der Burg um 1750 sowie ein eindrücklicher Film über die Sicherungsarbeiten der letzten Jahre. Das Highlight sind aber neun attraktiv gestaltete Audio-Stationen. Die Besucherinnen und Besucher scannen mit ihrem Smartphone einen QR-Code, der sie in die spannenden Geschichten eintauchen lässt. Im Anschluss kann man sich zum Gehörten mit Bildern und kurzen Texten über die Hintergründe schlau machen. Über die > Webseite der Archäologie Baselland lässt sich das ganze Angebot auch zu Hause oder in der Schule nutzen.



